Sommer `39

Die Geschichte

Jeder erinnerte sich später, wie schön dieser Sommer war, der letzte Sommer vor dem Krieg. Die europäischen Strände waren überfüllt, überall wollten die Menschen für eine Weile den Alltag und die Querelen der großen Politik vergessen. Sie klammerten sich daran, wenigstens ihr privates Leben unbehelligt führen zu dürfen. Doch in Wahrheit war es ein Tanz auf dem Vulkan: Genau wie im Sommer 1914 begann wenig später ein Krieg von bisher ungekannter Wucht und Grausamkeit, der Zweite Weltkrieg.

„Sommer 39", das ist eine Welt am Abgrund und zugleich das faszinierende Porträt eines Schicksalsjahres. Eindrucksvoll beschreibt der preisgekrönte Autor und Filmemacher Werner Biermann in seinem neuesten Buch eine der dramatischsten und folgenreichsten Phasen der europäischen Geschichte, diesen Sommer, der in der Katastrophe endete. Dabei erzählt er nicht nur von den Großereignissen, etwa vom Einmarsch deutscher Truppen in Prag oder vom Hitler-Stalin-Pakt. In einem fesselnden Panorama dieser Monate verwebt er auf kunstvolle Weise viele persönliche Schicksale mit der großen Politik dieser Zeit - als der junge J.F. Kennedy nach Europa kommt, um für seine Doktorarbeit zu recherchieren, als Lale Andersen den Song „Lili Marleen" aufnimmt, als der gefeierte Star Hans Albers verzweifelt die Trennung von seiner jüdischen Lebensgefährtin akzeptieren muss, als der Warschauer Pianist Wladyslaw Szpilman noch unter deutschen Bombenangriffen im Warschauer Rundfunk Chopin spielt, der kleine Sachbearbeiter Adolf Eichmann sich zum „Spezialisten für Judenfragen" hocharbeitet und der nach London emigrierte Sigmund Freud fragt: Wann werden auch die anderen Pazifisten? „Sommer 39" ist, wie ein Kritiker meinte, „eine glänzend geschriebene historische Reportage und das faszinierende Bild einer kurzen Epoche, die in der Katastrophe mündete."

 

SONGLIST

  1. Zarah Leander
    „Kann denn Liebe Sünde sein" (Gloria Gray)
  2. Zarah Leander
    „Der Wind hat mir ein Lied erzählt" (Edson Cordeiro)
  3. Hans Albers
    "Goodbye Johnny" (Hannes Schöner)
  4. Tino Rossi
    "J'attendrai" (Anke Beuth)
  5. Edith Piaf
    „Je n'en connais pas la fin" (Anke Beuth)
  6. Rosita Serrano
    „Roter Mohn" (Edson Cordeiro)
  7. Heinz Rühmann u.a.
    „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" (Hannes Schöner u. a.)
  8. Marika Röck
    „Musik, Musik, Musik" (Ich brauche keine Millionen...) (Anke Beuth)
  9. Lizzy Waldmüller
    „Du hast Glück bei den Fraun, Bel Ami" (Anke Beuth)
  10. Kammersänger Wilhelm Strienz
    „Heimat, deine Sterne" (Hannes Schöner)
  11. Judy Garland
    "Over the rainbow" (Edson Cordeiro)
  12. Lale Andersen
    „Lili Marleen" (Gloria Gray)